Mojtaba steht in einem Wohnzimmer von 1978 und schaut die Wand hoch. Zwei Meter vierzig, schätzt er. Die Fenster wurden irgendwann mal getauscht — Kunststoffrahmen, zweifach verglast, sieht nach den Neunzigern aus. Frau Bergmann steht daneben und erzählt, dass die Heizung „schon seit Jahren Probleme macht".
Ein ganz normaler Dienstagvormittag. Heizungstausch, KfW-Antrag, dazu der hydraulische Abgleich. Mojtaba kennt das — allein dieses Jahr war es schon das zwanzigste Projekt dieser Art. Verändert hat sich nicht die Arbeit selbst. Sondern das, was danach noch übrig bleibt.
Baupläne. Block. Abends übertragen.
Maße aufschreiben, Baupläne scannen, U-Werte nachschlagen und abends alles aufwendig in ein CAD-Modell übertragen. Die Heizlastberechnung lief separat — anderes Tool, andere Datei, dieselben Zahlen noch einmal von Hand. Und Frau Bergmann wartet drei Tage auf eine Rückmeldung.
Tablet. Raum für Raum. Die Berechnung läuft mit.
Mojtaba tippt die Maße direkt ins System. Jeder Raum, jede Wand, jedes Fenster — einmal erfasst, nie wieder übertragen. Die Heizlastberechnung zieht sich die Daten von selbst. Und noch bevor er sein Auto aufschließt, liegt bei Frau Bergmann die Einladung ins Kundenportal im Postfach.