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Story · Gebäudeaufnahme

Mojtaba,
Vor-Ort-Termin.

Rems-Murr-Kreis · 4 Min Lesezeit · Energieberater

Mojtaba steht in einem Wohnzimmer von 1978 und schaut die Wand hoch. Zwei Meter vierzig, schätzt er. Die Fenster wurden irgendwann mal getauscht — Kunststoffrahmen, zweifach verglast, sieht nach den Neunzigern aus. Frau Bergmann steht daneben und erzählt, dass die Heizung „schon seit Jahren Probleme macht".

Ein ganz normaler Dienstagvormittag. Heizungstausch, KfW-Antrag, dazu der hydraulische Abgleich. Mojtaba kennt das — allein dieses Jahr war es schon das zwanzigste Projekt dieser Art. Verändert hat sich nicht die Arbeit selbst. Sondern das, was danach noch übrig bleibt.

Früher

Baupläne. Block. Abends übertragen.

Maße aufschreiben, Baupläne scannen, U-Werte nachschlagen und abends alles aufwendig in ein CAD-Modell übertragen. Die Heizlastberechnung lief separat — anderes Tool, andere Datei, dieselben Zahlen noch einmal von Hand. Und Frau Bergmann wartet drei Tage auf eine Rückmeldung.

Heute

Tablet. Raum für Raum. Die Berechnung läuft mit.

Mojtaba tippt die Maße direkt ins System. Jeder Raum, jede Wand, jedes Fenster — einmal erfasst, nie wieder übertragen. Die Heizlastberechnung zieht sich die Daten von selbst. Und noch bevor er sein Auto aufschließt, liegt bei Frau Bergmann die Einladung ins Kundenportal im Postfach.

Mojtaba
Neunzig Minuten

10:15 — 11:45.
Vom ersten Raum bis zur Portal-Einladung.

Gebäude aufnehmen, Heizlast und hydraulischen Abgleich berechnen, Kundin einladen — alles an einem Termin.

10:15

Projekt ist schon angelegt. Es geht direkt los.

Beim Telefonat letzte Woche hat Mojtaba das Projekt bereits aufgesetzt — Adresse, Baujahr 1978, Einfamilienhaus, die ersten Eckdaten sind erfasst. Er öffnet das Tablet, tippt auf das Projekt Bergmann und geht ins Wohnzimmer. Kein Anlegen, kein Suchen, kein Leerlauf.

10:25

Wohnzimmer, Küche, Bad. Raum für Raum ins System.

Länge, Breite, Höhe, Wandaufbau, Fenstertyp — alles landet sofort im Projekt, kein Zettel, kein OneNote. Und während er die Räume erfasst, bestimmt er die Heizflächen gleich mit; das System schlägt ihm direkt das passende Modell vor.

10:55

Heizung im Keller. Gas-Niedertemperaturkessel, Baujahr steht auf dem Typenschild.

1992. Mojtaba tippt es ein, wählt den Heizungstyp und trägt die Leistung ein. Das Typenschild fotografiert er gleich mit dem Tablet — direkt ins Projekt, kein Foto auf dem Privathandy. Dreiunddreißig Jahre auf dem Buckel; dass die Heizung „Probleme macht", überrascht hier niemanden.

11:10

Heizlast und Hydraulik öffnen. Alle Räume schon drin.

Mojtaba tippt auf „Heizlastberechnung" — die sieben Räume sind schon drin, die Norm-Außentemperatur für Waiblingen automatisch hinterlegt. Wohnzimmer 2,1 kW, Bad 0,8, Küche 1,3, alles nach DIN 12831. Direkt im Anschluss der hydraulische Abgleich: Das System prüft jede Heizfläche gegen die nötige Vorlauftemperatur und zeigt raumweise, ob die Fläche reicht.

11:28

Frau Bergmann bekommt ihre Einladung — noch am Küchentisch.

Mojtaba öffnet das Kundenportal und schreibt zwei Sätze: welche Unterlagen er noch braucht. Die Heizkostenabrechnungen der letzten drei Jahre. Dann schickt er die Einladung ab.

11:45

Mojtaba fährt zurück. Frau Bergmann lädt hoch.

Er ist noch auf der B14, da vibriert sein Telefon. Frau Bergmann hat die ersten Dokumente ins Portal gestellt — die Heizkostenabrechnung von 2023. Für ihn ist der fachliche Teil damit erledigt: Heizlast und Abgleich stehen. Offen ist nur noch, welche Ventile gesetzt werden.

12:10

Zurück im Büro.
Projekt Bergmann ist fertig.

Alle Gebäudedaten drin, Heizlast und hydraulischer Abgleich gerechnet, die Unterlagen im Portal. Der Heizungsbauer muss den Abgleich nicht selbst nachrechnen — er meldet nur noch die passenden Ventile zurück. Früher wären das drei Tage Nacharbeit gewesen. Heute reicht die Zeit für einen Kaffee.

„Ich erfasse die Daten einmal — am Küchentisch des Kunden. Alles andere ergibt sich daraus."

Mojtaba Mojtaba · Energieberater · Rems-Murr-Kreis
Feature

Gebäudeaufnahme & Heizlastberechnung

Räume, Wände, Fenster — einmal erfassen, nie mehr übertragen. Die Heizlastberechnung nach DIN 12831 zieht sich die Daten automatisch.

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